D Das gilt gerade für die digitale Transformation: Die Hochschulen sind in Lehre und Forschung eng vernetzt mit ihrem regionalen wie urbanen Umfeld und ebenso mit internationalen Partnern. Sie bringen den aktuellen Stand der Wissenschaft lokal zur Wirkung, aber sie lernen auch kokreativ von Unternehmen, von sozialen, kulturellen oder staatlichen Organisationen, von Bürgerinitiativen und Vereinen. Neue Wege hierfür sind „Design-Thinking“ und „Co-Working“, vorbildlich umgesetzt durch die international beachteten Projekte des Wettbewerbs „Innovative Hochschule“.

Ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben selbst praktische Berufserfahrung und kooperieren deshalb besonders intensiv mit Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Sie nehmen Ideen und Fragestellungen aus ihrem Umfeld auf und bilden einen Inkubator für innovative Produkte und Dienstleistungen - nah an der Praxis und über klassische Fachgrenzen hinweg. Hochschule für alle - das heißt: Jeder Hochschulcampus ist ein Biotop für kreative Kräfte und Sprungbrett in die Zukunft für mutige Start-ups.

Technische Hochschule Nürnberg
Ackerbau in der Stadt der Zukunft

Anno 1608: So sah die Nürnberger Altstadt im Mittelalter aus. Was können wir daraus für die nachhaltige Zukunft des Städtebaus lernen? Prof. Ingrid Burgstaller von der Fakultät Architektur der TH Nürnberg geht in ihrem Projekt „Der Weltacker in Nürnberg“ den Zusammenhängen zwischen Landwirtschaft, Architektur und Stadtplanung auf den Grund. Im Nukleus „Weltacker“ können Sie hautnah erleben, wie die TH Nürnberg die Lebensqualität in der Stadt zukunftsfest und generationengerecht gestaltet – mit tatkräftiger Unterstützung der Stiftung „Innovation und Zukunft“.
(Foto: Bearbeitung Ingrid Burgstaller)

Hochschule Coburg
DiVers

Pedelecs, Carsharing, E-Tretroller – wie Menschen sich fortbewegen, wandelt sich, gerade in Ballungszentren. Wie sich das auf die Versicherungswirtschaft auswirkt und wie diese darauf reagieren kann, untersuchen Wissenschaftler der Hochschule Coburg im Rahmen des Projekts „DiVers“. Dabei bringt das Coburger Forschungsteam Dienstleister aus der Versicherungs- und Mobilitätsbranche zusammen und sucht auch nach nachhaltigen Alternativen zum Autoverkehr in den Innenstädten.
(Foto: WIND Mobility GmbH)

Hochschule Kempten
Camping-Neuland

Die Menschen vor Ort wollen mitgestalten und entscheiden – so auch am bayerischen Riegsee. Konkret haben sich die Riegseer gefragt: Wie können wir unseren Campingplatz neu gestalten? Dieser Frage hat sich das Team der Studentinnen und Studenten der Hochschule Kempten und der Technischen Universität München angenommen. Die Kemptner punkten mit ihrer Kompetenz im Tourismus-Management und machen Check-in und Check-out so digital wie möglich. Die Münchner vom Lehrstuhl „Entwerfen und Holzbau“ kümmern sich z.B. darum, wo künftig das Restaurant steht. So bringt jeder seine Stärken ein – so packen Hochschule und Universität gemeinsam an.
(Foto: Fabian Schneider und Raphael Grossmann, TUM)

Hochschule Coburg
Zukunftsdesign

Ein klassisches Kartenspiel kombiniert mit digitalen Kommunikationsformen und einem wichtigen Thema: Fünf Studierende der Hochschule Coburg haben im Master-Studiengang ZukunftsDesign am Studienort Kronach ein Konzept entwickelt, um spielerisch auf Wasserverschwendung aufmerksam zu machen. Ihr „Game of Rain“ wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Ideenpreis ausgezeichnet. Mehr als 1.000 Ideen waren deutschlandweit eingereicht worden. Die 30 Gewinnerprojekte erhalten jeweils 12.500 €. Und das ist erst der Anfang…

(Foto: Zukunftsdesign/Hochschule Coburg)

Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Virtual-Reality-Anwendung der Synagoge Fürth

Geschichte kann man nicht rückgängig machen – Räumlichkeiten schon: Der Studiengang Geovisualisierung an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt ermöglicht mit Mitteln der Virtual Reality ein Eintauchen in das Leben der Synagoge „Altschul“ des Jüdischen Museums Fürth um 1900.
(Foto: FHWS/ Stefan Sauer)

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Corona Design Lab

Kann Architektur auch in Krisenzeiten Räume für die Begegnung von Menschen schaffen? Was schafft Kreativität trotz Isolation? Sehenswerte Antworten darauf fanden 16 Architekturstudierende der OTH Regensburg zusammen mit ihrem Dozenten Till Gröner. Dieser ist gleichzeitig Gründer des gemeinnützigen Start-Ups „Supertecture“, das normalerweise Projekte in Entwicklungsländern durchführt.
(Bild: Supertecture)