W Wir wollen Gesundheit und Pflege für alle Bürgerinnen und Bürger auf Dauer bezahlbar gestalten und auch im Alter die Lebensqualität sichern. Durch innovative digitale Anwendungen und modernste Robotik wollen wir es ihnen ermöglichen, möglichst lang selbstständig zu Hause bleiben zu können. Fachkräfte und Angehörige sollen entlastet werden und mehr Zeit für die menschliche Zuwendung bekommen.  

Gerade in Gesundheit und Pflege brauchen die Fachkräfte digitale, soziale und psychologische Kompetenzen sowie modernste Management-Strategien. Die Hochschulen bilden den hierfür dringend benötigten Nachwuchs aus und bringen das neueste Wissen in die Anwendung vor Ort. Für die Pflege- und Gesundheitswissenschaften lehren und forschen sie in Zukunftsfeldern wie „Informationsmanagement im Gesundheitswesen“, „Krankenhausmanagement“, „Pflegemanagement“, „Advanced Nursery“, „Medical Engineering“ oder „Robotik - Pflege Digital“.

Technische Hochschule Rosenheim
LIAM

Wir erinnern uns alle noch an den französischen Kinofilm „Ziemlich beste Freunde“ aus dem Jahr 2011, der Millionen von Menschen weltweit in seinen Bann gezogen hat. Dann überzeugt Sie sicher auch das neueste Projekt der TH Rosenheim – wie der Kinofilm auf einer wahren Begebenheit beruhend: Ein Junge namens „Liam“ blieb mit seinem elektrischen Rollstuhl im Sand stecken. Erst mit der tatkräftigen Hilfe von vier erwachsenen Männern konnte er geborgen werden. Das war das Startsignal für das Projekt LIAM. Das Ziel: ein Rollstuhl, der modernste Technologien wie Leichtbau, E-Mobilität und Kommunikationstechnik verbindet und so mehr Lebensqualität für die Menschen schafft – eigenverantwortlich, selbstbestimmt und zukunftsfest.
(Foto: TH Rosenheim)

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
TePUS

Etwa 75 Prozent aller Schlaganfallpatient*innen leiden den Rest ihres Lebens an den Folgen ihrer Erkrankung. Ganz entscheidend für eine erfolgreiche Pflege und Reha: eine möglichst lückenlose Anschlussversorgung nach dem Klinikaufenthalt. Wie schafft man dabei aber ein Gefühl von Sicherheit und Autonomie in der gewohnten Umgebung zuhause? Vielleicht bald mit mobilen Assistenzrobotern: unter der Leitung von Prof. Dr. Karsten Weber sind diese schon munter auf Probe im Einsatz. Ihr Potential ist riesig: mittels Videofunktion sollen sie in allen Bereichen der Therapie und bei Sozialkontakten Unterstützung bieten. Eines der Robotermodelle kann sich autonom fortbewegen und den Patient*innen über Sensoren innerhalb der Wohnung folgen. Außerdem können die Roboter mit Geräten wie etwa Blutdruckmessern kombiniert werden.
(Foto: MANNTAU/Marco Linke)

Hochschule Landshut
Deaf Pal

Sie wollen Gebärdensprachdolmetschen studieren und dabei von aktuellen Forschungsergebnissen profitieren? Dann sind Sie an der Hochschule Landshut genau richtig. Seit über fünf Jahren ist der Bachelorstudiengang das Alleinstellungsmerkmal der Niederbayern.
Nun folgt der nächste Schritt: Mit dem Forschungsprojekt „Deaf Pal“ will das Team der Hochschule Landshut die Lebensqualität von Gehörlosen auf Palliativstationen verbessern – verantwortungsbewusst, nah am Menschen.
(Foto: HS Landshut)

Technische Hochschule Deggendorf
INNO4Health

Sie sind unsere wahren Heldinnen und Helden in der Krise: In den Gesundheitsberufen und in der Pflege arbeiten Tausende aus Leidenschaft für den Menschen. Für sie alle gibt es an den bayerischen Hochschulen neue Angebote zu Qualifizierung und Weiterbildung. Ein Beispiel ist das Projekt INNO4Health: vom Sprachkurs bis zu digitalen Kompetenzen wird auf dem Gesundheitscampus Bad Kötzting gezielte Fort- und Weiterbildung angeboten – und das im engen Austausch mit den Kliniken, Pflegeheimen und Reha-Zentren vor Ort. Praxisnah, individuell angepasst, zum Wohle aller.
(Foto: TH Deggendorf)

Hochschule Würzburg-Schweinfurt
HOMESIDE

Ein paar Takte Musik, einige Zeilen eines Buches – und schon fällt uns ein entschwundener Gedanke wieder ein. Genau an dieser Stelle setzt die internationale Studie zu Demenz namens HOMESIDE an. In Deutschland betreut die Hochschule Würzburg-Schweinfurt dieses spannende Projekt und untersucht dabei, wie musik- und lesetherapeutische Angebote auf Patienten mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen wirken. Das Ziel: mehr Lebensqualität schaffen – sozial verantwortlich und generationengerecht.
(Foto: FHWS/Blauth)

Hochschule München
Einzelzellen im Fadenkreuz

„Im Fadenkreuz“ – so hieß 1981 eine Ausgabe der ARD-Krimireihe „Tatort“ aus München. 40 Jahre später schlägt die Hochschule München ein neues Kapitel in ihrem eigenen Drehbuch auf: Mit punktgenauer Mikroskopie- und Lasertechnik gelingt ihrem Forscherteam der 3D-Druck lebender Zellen in höchster Qualität – z.B. für Sehnen- oder Lebergewebe. Der Clou: Die Zellen stehen zwar im „Fadenkreuz“, bleiben aber unbeschädigt. Wir sagen: „Tatort ohne Leiche“ oder „Im Fadenkreuz 2.0“ – was denken Sie?
(Foto: Jun Zhang et al)

Pflegewissenschaft an der TH Rosenheim