R Robotik und künstliche Intelligenz verändern unsere Lebens- und Arbeitswelt grundlegend. Als Pioniere der Anwendung arbeiten die Hochschulen an der Kooperation von Mensch und Maschine und damit an der tiefgreifendsten technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation unserer Zeit. 

Im Verbund mit regionaler Wirtschaft, Industrie und internationalen Forschungsnetzwerken gestalten die Hochschulen

  • Antworten zur ethischen Verantwortung und der angewandten Psychologie,
  • hochmoderne KI- und Robotik-Anwendungen - beispielsweise in Mobilität, Produktion, Logistik, Medizin, Pflege, Gesundheitsmanagement,
  • in der Robotik als ein neues, anwendungsunabhängiges Berufsbild und damit zur universellen Einsetzbarkeit von Fachkräften den Studiengang mit internationaler Benchmark-Funktion: „die Robotikerin / der Robotiker“.
Hochschule Coburg
Gameful Gadget

Ein alter Toaster als Escape Game und ein tickender Bombenkoffer? Wer glaubt, Algorithmen seien langweilig, hat nie erlebt, was bei Studienprojekten der Informatik an der Hochschule Coburg rauskommt. Diesmal ging es darum, die digitale und die analoge Welt in einem Spiel zu verbinden. „Die meisten Spiele sind heute entweder komplett analog wie Brett- und Kartenspiele - oder aber komplett digital - wie Videospiele auf Konsolen, PCs und Smartphones.“, erklärt Prof. Thomas Wieland. In diesem Projekt mussten die Studierenden einen Weg finden, beide Welten zu verbinden: Dank digitaler Technik sollten physische Gegenstände zum Spiel werden. Die Projektteams entwickelten sehr unterschiedliche Gadgets, die sie dann im Plenum vorstellten. Ob ihre Algorithmen Spaß machen, ob ihr Spiel funktioniert – das sollten die anderen ausprobieren. Die „Gameful Gadgets“ wie der „Escape Toaster“, das Videosiel „There ist no game“ oder der Würfel „Timelimit“, auf dessen Seiten verschiedene technische Rätsel eingebaut sind, können sich sehen lassen und - hier sind sich alle einig – sehr spaßig.
(Foto: Natalie Schalk / Hochschule Coburg)

Hochschule Kempten
TQ-Systems-Labor

Ein Lehr- und Forschungslabor mit modernster Robotertechnik, für Studierende und Professorinnen und Professoren der Fakultät Maschinenbau an der Hochschule Kempten ein Paradies. Die Studierenden können Cobots, d. h. mit Menschen kollaborierende Roboter, rund um das Thema „Fügen“ programmieren, installieren und einsetzen. „Der Einsatz von Cobots ist ein Schwerpunkt in Lehre und Forschung zur Teilautomation von Montage- und Fertigungsprozessen. Das Thema ist für klein- und mittelständige Unternehmen aufgrund des Fachkräftemangel und Kostendrucks von besonders hohem Interesse“, so Laborleiter Professor Dr.-Ing. Christian Vogelei. Das Labor ist in der Lehre verankert, so wird den Studierenden neben dem praktischen Umgang mit der Handhabungs- und Fügetechnik auch die Möglichkeit geboten, interessante und eigenverantwortliche Projekt- und Abschlussarbeiten im Labor durchzuführen.
(Foto: HS Kempten/Sybille Adamer)

Hochschule München
EnBeeMo - Bienenzählen mit KI

Entwicklung einer cloudbasierten Umgebung zur Optimierung neuronaler Netze zum Tracking von Bienen. Dieser Challenge hat sich ein interdisziplinäres Studierendenteam der Hochschule München um Professor Herbert Palm gestellt. Doch worum geht es hier? Ganz einfach: es geht um ökologische Landwirtschaft, die nur funktionieren kann, wenn die Bedürfnisse von Biene, Mensch und Natur langfristig berücksichtigt werden. Wichtig hierfür ist es, geeignete Möglichkeiten zu finden, um die Anzahl von Bienen in einem Volk zu zählen, ohne dabei in ihren natürlichen Lebensraum einzugreifen. So können Rückschlüsse auf bestimmte Standortfaktoren und Ereignisse gezogen werden, die unter Umständen Einfluss auf die Entwicklung des jeweiligen Bienenvolkes haben. Ein Lösungsvorschlag, der im Rahmen der DTLab-Challenge der Hochschule München erarbeitet wurde, ist ein System namens „EnBeeMo“, das mit einer Infrarot-Kamera vor dem Bienenstock Videos der ein- und ausfliegenden Bienen aufnimmt. Die dabei entstandenen Bilder werden anschließend mittels eines Machine Learning Algorithmus ausgewertet.
(Foto: Johanna Weber)

Technische Hochschule Nürnberg
RoboCup Rescue

Menschenleben in Katastrophensituationen zu retten ist das oberste Ziel jeder Rettungsaktion. Ein Roboter, der selbständig versteckte Opfer findet, die Rettungsmannschaften über deren Lage und Situation informiert, Türen öffnet und durch verrauchte Räume navigiert, wäre eine große Unterstützung für die Rettungskräfte. All das meistert der Rettungsroboter Schrödi der TH Nürnberg mit Bravour. Ausgestattet mit Wärmebildkameras und Lasersensoren ist er bestens gerüstet, um sich in schwer erreichbaren Gebieten zu bewegen und so die Rettungskräfte zu unterstützen. Wir möchten Robotersysteme erforschen und die Rettungsrobotik weiterentwickeln, die dabei helfen kann, Menschenleben zu retten“, sagt Prof. Dr. Stefan May, Professor für Automatisierungstechnik/Mechatronik an der TH Nürnberg und Leiter des Labors für Mobile Robotik. Aus diesem Labor heraus hat sich das Team AutonOHM mit wechselnden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Studierenden der TH Nürnberg entwickelt. Das Team AutonOHM der TH Nürnberg holte nun erneut den deutschen Meistertitel bei den RoboCup Rescue German Open.
(Foto: Deutsches Rettungsrobotik-Zentrum e.V.)

Hochschule Augsburg
Creative Engineering

Das Spannungsfeld von Mensch, Umwelt und Technik ist gerade in Verbindung mit den zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen höchst interessant. Obwohl technische Systeme zunehmend unsere Lebens- und Arbeitswelt durchdringen, ist ihre breite gesellschaftliche Akzeptanz nicht immer vorhanden. Der neue Bachelorstudiengang „Creative Engineering“ geht dieser schwierigen Mensch-Produkt-Beziehung ganzheitlich auf den Grund. Bei der Entwicklung von Prototypen und deren mögliche Anwenderszenarien werden nicht nur technische, sondern auch gestalterische und gesellschaftliche Wirkungszusammenhänge berücksichtigt. Die designgetriebene Innovationsentwicklung stellt einen Lösungsansatz für die Akzeptanz von technischen Vorhaben in der Gesellschaft dar.
(Foto links: Andreas Muxel, Foto rechts: Dominik Sauer)

Hochschule Landshut
KISSMe3D

Neue Ideen, kreative Lösungen, weltweit gefragte Produkte – so gewinnen wir den globalen Wettbewerb um die Zukunft. Ein Beispiel aus Niederbayern: Für unser menschliches Auge sind z.B. kleinste Schwachstellen eines Airbags im Verlauf des Produktionsprozesses kaum zu erkennen. Hier setzt das Projekt „KISSMe3D“ der Hochschule Landshut an. Gemeinsam mit ihren Partnern aus Wissenschaft und Industrie entwickeln die Landshuter ein modernes 3D-Messsystem. Das Ziel: sichere und hochwertige Produkte entwickeln. So bleibt „Made in Bavaria“ Garant für Arbeitsplätze und Wohlstand in unserer Heimat.

Robotik an der
Hochschule Würzburg-Schweinfurt