W We aim to preserve our wonderful landscapes and valuable livelihoods, conserve resources and protect the environment. This is why our Universities of Applied Sciences are working intensively on groundbreaking, digitally optimized production processes in agriculture, energy production, trade and industry. The projects include resource-saving recycling management, innovation-driven climate protection and intelligent climate change adaptation. With our world-leading and practical solutions, we advance the considerate treatment of humans, animals and nature in our economy.

The ecological systems intelligence of the 21st century is based on practice-oriented, applied sciences. Our Universities of Applied Sciences educate the urgently needed specialists for the booming bio-economy. They teach and conduct research in highly attractive fields of study such as "climate change management", "climate-neutral energy systems", "environmental technology", "biotechnology", "bioprocess informatics", "biobased materials" or "agribusiness". The applied life sciences are pioneering for lived sustainability, resource efficiency, climate protection and biodiversity for the benefit of all.

Hochschule München
Intelligente Algorithmen für die Energiewende

Mit einem Münchner Start-up entwickeln der HM-Professor Christoph Hackl und sein Team intelligente Algorithmen, die dafür sorgen, dass sich der Strom aus Wellenkraftwerken effizient und zuverlässig ins Stromnetz einspeisen lässt. Christoph Hackl war früher begeisterter Surfer. Dafür hat er kaum noch Zeit, doch die Begeisterung für Wellen ist geblieben. Als er von Plänen der SINN Power GmbH hörte, ein schwimmendes Kraftwerk zu bauen, war er sofort begeistert. Hackl erklärte sich spontan bereit, für das Münchner Start-up Steuerungssysteme für die Leistungselektronik zu entwickeln. Seitdem forschen SINN Power und die HM gemeinsam.
(Foto: SINN Power GmbH)

Hochschule München
E-Boot

Wie lässt sich ein Motorboot elektrifizieren? Und auch noch in die Lehre über mehrere Semester integrieren? HM-Studierende entwickelten ein wegweisendes Nutzungskonzept. Im interdisziplinären Projektseminar ZukunftGestalten überlegten sich vier Studierende, wie sich ein handelsübliches Boot mit integriertem Dieselmotor der Schlösser- und Seenverwaltung Bayern zu einem umweltfreundlichen Boot mit einem leistungsstarken, sauberen und geräuscharmen Elektroantrieb konstruieren lässt.
(Foto: Karin Hornberg)

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Cybercraft

Das interdisziplinäre Digitalisierungskolleg Cyber Crafting Kolleg (CCK) hat den Ansatz neueste wissenschaftliche und technologische Methoden und Erkenntnisse gemeinsam mit Unternehmen aus der Region in der Praxis zum Einsatz zu bringen. Energie- und Ressourceneffizienz in den Bereichen Wohnen, Mobilität, Infrastruktur, Arbeiten und Gesundheit stehen hier im Mittelpunkt. „Wir wollen die digitale Bildung in den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen revolutionieren“, sagt Prof. Dr.-Ing. Thomas Linner. Laut Prof. Christophe Barlieb geht es darum, kleine und mittlere Unternehmen im Bauwesen zu befähigen, „neue, digital getriebene Produkte und Dienstleistungen anzubieten“. Das CCK befolgt eine bewusste Veränderung des Innovationsprozesses: Statt von oben nach unten, von unten nach oben: Mikroinnovationen anhand konkreter Problemstellungen in Bau und Handwerk, von denen langfristig die gesamte Baubranche profitieren soll.
(Foto: Victor Nastasa)

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Letzte Meile der Paketzustellung

Die COVID-19-Pandemie hat dem Online-Handel einen Boom beschert. Entsprechend ist auch das Paketvolumen in Deutschland stark angestiegen: So gab es im Jahr 2020 ein Sendungswachstum von 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Was das für unsere Umwelt bedeutet, wollte Magdalena Reininger, die an der OTH Regensburg Betriebswirtschaft studierte, dann doch genauer wissen. Für ihre Bachelorarbeit zum Thema „Letzte Meile – Umweltfreundlichkeit innovativer Zustellkonzepte und Bewertung aus Konsumentensicht“ entwickelte sie einen Fragebogen, den sie per Facebook, WhatsApp und Instagram versendet hat. Die Ergebnisse bergen die ein oder andere Überraschung. So wurden beispielsweise herkömmliche Dieselfahrzeuge als besonders umweltschädlich eingeschätzt. Im Vergleich mit anderen Methoden nimmt das Dieselfahrzeug aber immerhin eine mittlere Position bei den tatsächlichen Emissionen ein“, sagt Magdalena Reininger. „Man sieht, dass sich Konsumenten schwertun, die Umweltfreundlichkeit unterschiedlicher Verfahren auf der letzten Meile der Paket-Zustellung richtig einzuschätzen“, ergänzt Prof. Dr. Christian Dach, Professor für Vertriebsmanagement und -logistik an der Fakultät Betriebswirtschaft.
(Foto: OTH Regensburg/Tanja Rexhepaj)

Technische Hochschule Nürnberg
Biologisch abbaubares Plastik

Kunststoffe finden sich in allen Lebensbereichen. Für die Herstellung verbraucht die Industrie wertvolle Ressourcen wie Erdöl. Besonders problematisch ist die Verwendung von Kunststoffen für Verpackungen mit einmaliger Nutzung. Der Plastikmüll landet oft in der Umwelt. Ein Resultat daraus ist die größte Müllinsel im Pazifik, die 80.000 Tonnen Plastik umfasst und mit 1,6 Millionen Quadratkilometern mehr als viermal so groß wie Deutschland ist. Das Folgenschwere daran ist, das beispielsweise PET-Flaschen rund 450 Jahre brauchen, bis sie im Wasser zerfallen und als Mikroplastik auf den Meeresgrund sinken. Prof. Dr. Stephanie Stute von der Fakultät Verfahrenstechnik der TH Nürnberg forscht an biobasiert hergestellten Kunststoffen, die biologisch abbaubar sind. In ihrem Projekt „Biobasierte Herstellung des biologisch abbaubaren Bio-Kunststoffes Polybuttersäure“ entwickelt sie ein kontinuierliches und damit wirtschaftlicheres Herstellungsverfahren für den Bio-Kunststoff Polybuttersäure.
(Foto: Oliver Kussinger)

Technische Hochschule Nürnberg
Grüne Fassade zur Energiegewinnung

Photovoltaikanlagen spielen eine zentrale Rolle bei der Energiewende – doch gerade in Städten fehlt oft der Platz auf den Dächern. In seinem Projekt „GreenPV“ forscht Prof. Dr.-Ing. Roland Krippner von der Fakultät Architektur der TH Nürnberg deshalb an einer Fassadenlösung, die Photovoltaikanlagen und Pflanzen kombiniert. Bei den meisten Photovoltaikanlagen nimmt die Effizienz der Photovoltaik ab einer Temperatur von 25 Grad Celsius kontinuierlich ab. Um eine höhere Effizienz zu erreichen, benötigt die Anlage eine Kühlung. Bei Photovoltaikanlagen an Häuserfassaden kann dies durch den Einsatz von Pflanzen erreicht werden. Vor der Fassade wird eine Begrünung angeordnet und bildet eine Art ‚grüne Pufferzone‘, die sowohl zur Kühlung des Gebäudes als auch der Photovoltaikanlage beiträgt. Über der Fassadenbegrünung wird dann die Photovoltaikanlage angebracht. Die Begrünung dient dabei nicht nur der Kühlung, sondern nimmt auch Kohlendioxid auf, reduziert die Schallbelastungen und steigert die Aufenthaltsqualität in Städten.
(Foto: Roland Krippner)